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Es ist Februar in Deutschland und es ist Zeit der langen Strecken. Dies war wieder das Motto bei den Norddeutschen Meisterschaften, die am 16./17. Februar 2019 in der Elbeschwimmhalle in Magdeburg ausgerichtet wurden.

Erfolgreichste Teilnehmerin in der offenen Wertung bei den Damen war Elea Linka von SG Stormarn Barsbüttel. Sie wurde Norddeutsche Meisterin über 800m Freistil in 09:06,69 Minuten und über 1500m Freistil in 17:19,99 Minuten sowie Vizemeisterin über die 400m Lagen hinter Franziska Hentke vom SC Magdeburg, die in 4:54,93 Minuten siegreich war. Die sportlich beste Zeit schwamm die für den DSV startende Sarah Köhler, die über ihre Paradestrecke 800m Freistil nach 8:35,74 Minuten anschlagen konnte.

Bei den Herren gab es über die drei langen Strecken in der offenen Wertung drei unterschiedliche Sieger. Sven Schwarz von W98 Hannover gewann über 800m Freistil in sehr guten 8:04,84 Minuten und verpasste damit den Deutschen Altersklassenrekord für 17-jährige von Poul Zellmann aus dem Jahr 2012 lediglich um 14 Hundertstelsekunden. Lukas Märtens vom SC Magdeburg siegte über die 1500m Freistil in 15:35,34 Minuten und sein Vereinskamerad Marisu Zobel über die 400m Lagen in 4:34,60 Minuten.

Die Langstreckenspezialisten aus Magdeburg von Cheftrainer Bernd Berkhahn waren wieder einmal auch in den Jahrgangswertungen der dominierende Verein. Die Sportler aus der Geburtsstadt von Otto dem Großen gewannen insgesamt 18 der 45 Jahrgangstitel weit vor dem Swim-Team Stadtwerke Elmshorn mit 6 Erfolgen und der SG Stormarn Barsbüttel mit 5 Einzelsiegen. Erfolgreichste Sportler waren mit jeweils drei Einzeltiteln über alle langen Strecken Elena Backhaus vom SC Magdeburg im Jahrgang 2003 und Elea Linka in der Juniorenwertung.

SG Stormarn Barnsbüttel mit 15545 Punkten bei den Damen und Wasserfreunde Spandau 04  mit 15777 Punkten bei den Herren sind die Sieger in der 2. Bundesliga Nord der DMS 2019. Dabei hatten die "Stoba" nur 26 Punkte Vorsprung vor W98 Hannover mit 15519 Punkten und der Mannschaft vom SV Halle/Saale mit 15047 Punkten. Bei den Männern war die Sache klarer, denn die Zweitplatzierten vom TSG Huchting/Blumenthal Bremen kamen am Ende auf 15477 Punkte vor der SG HT16 Hamburg mit 14880 Punkten.

Leider reicht keine der Punktzahlen für einen Aufstieg in die 1. Bundesliga der DMS, da Vereine in der 2. Bundesliga Süd und der 2. Bundesliga West im Fernvergleich besser waren.

Absteigen in die jeweils höchste Landesliga müssen bei den Damen die Mannschaften von TWG 1861 Göttingen und SGS Bremerhaven sowie bei den Herren die SG Region Oldenburg und der Hamburger SC. Ob es weitere Absteiger aus der 2. Bundesliga Nord geben wird entscheidet sich erst, nachdem die endgültigen Ergebnisse der 1. Bundesliga vorliegen.

Update am 03.20.2019 um 19:40 Uhr: Nach dem vorläufigen Endergebnis der 1. Bundesliga steigen bei den Damen Wfr. Spandau 04 und der SC Magdeburg und bei den Herren ebenfalls die Mannschaft des SC Magdeburg in die 2. Bundesliga Nord ab. Von daher müssen weitere Mannschaften die 2. Bundesliga Nord verlassen und schwimmen im nächsten Jahr in den jeweiligen Landesligen. Das sind die TSG Huchting/Bluementhal Bremen und TV Jahn Wolfsburg bei den Damen und SC Delphin Lübeck bei den Herren. 

Sabotage im Bremer Unibad. Zwei Tage vor Beginn der Veranstaltung kam die Hiobsbotschaft. Unbekannte hatten eine Überschwemmung verursacht. Sie hatten sich Zutritt zum Technikraum des Hallenbades verschafft und dort Ventile und Schieber geöffnet über die das Beckenwasser nach und nach in den Keller flutete. Der Schwimmbetrieb im Unibad wurde vorerst eingestellt, somit musste nach einer Alternative gesucht werden.

Die Verantwortlichen des Ausrichters, des Landesschwimmverbandes Bremen, fanden schnell eine Lösung – das Westbad. Hier gab es allerdings statt der zehn Bahnen des Unibades nur sechs Bahnen.

In einer Nachtschicht strickte der Landesschwimmverband Bremen den Wettkampf neu, ein besonderer Dank geht hier an Dirk Thomas. Um an beiden Wettkampftagen Zeit zu sparen erklärten sich die Verantwortlichen der Landesverbände sofort unisono damit einverstanden über 1500 m und 800 m in Doppelbahnbelegung zu schwimmen.

Pro Landesverband konnten je Einzelwettkampf pro Jahrgang 2004 bis 2006 bei den Mädchen bzw. pro Jahrgang 2002 bis 2004 bei den Jungen ein Aktiver gemeldet werden. Als Gastverband nahm wie im Vorjahr der Schwimmverband Nordrhein-Westfalen teil.

Nach dem ersten Wettkampftag lag das Team aus Nordrhein-Westfalen mit 277 Punkten in Front, gefolgt von Berlin mit 259 Punkten und Sachsen-Anhalt, die 256 Punkte auf ihrem Konto hatten. Nach Abschluss aller Einzelwettkämpfe und der Staffeln siegte dann der Schwimmverband Nordrhein-Westfalen mit 587 Punkten vor dem Landesschwimmverband Sachsen-Anhalt mit 530 Punkten und dem Berliner Schwimm-Verband mit 520 Punkten.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete neben der obligatorischen Pokalübergabe und Auszeichnung der Punktbesten je Jahrgang der Ausmarsch der Kampfrichter des Landesschwimmverbandes Bremen und der Teilnehmer in der Reihenfolge der Platzierungen der Landesverbände. Sie alle erhielten vom Schwimmwart des Norddeutschen Schwimmverbandes, Dr. Michael Strauß, ein kleines Präsent.

Mit einem Pokal sowie einem Präsent des Fördervereins Schwuck in Form von Badeanzügen bzw. Badehosen wurden die folgenden punktbesten Leistungen geehrt:

Marlene Blanke Jahrgang 2004 Berliner Schwimm-Verband 795 Punkte

400m Freistil 04:20,68

Lucie Mosdzien Jahrgang 2005 Landesschwimmverband Sachsen-Anhalt 825 Punkte

200m Rücken 02:13,49

Anna Maria Börstler Jahrgang 2006 Landesschwimmverband Sachsen-Anhalt 707 Punkte

100m Rücken 01:05,97

Markus Kriks Jahrgang 2002 Landesschwimmverband Niedersachsen 795 Punkte

1500m Freistil 15:44,03

Silas Beth Jahrgang 2003 Schleswig-Holsteinischer Schwimmverband 802 Punkte

400m Freistil 03:56,79

Paul Pleifer Jahrgang 2004 Landesschwimmverband Sachsen-Anhalt 680 Punkte

1500m Freistil 16:34,45

 

Dieser Bericht enthält die korrekten Endergebnisse. Nach Prüfung der in Bremen verkündeten Ergebnisse wurde ein Fehler entdeckt; , die Reihenfolge der Plätze 2 und 3 hat sich dadurch geändert.

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